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Fasten und Fastenzeit


Wie diejenigen unter Euch wissen, die mir schon länger folgen, bin ich ein unheimlicher Fan von Fasten. Ich mag einfach den Gedanken, auf bestimmte, alltägliche Dinge verzichten zu können. Es hilft mir, mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu besinnen und nichts bringt mich so zur Ruhe, wie ein Fastenurlaub. Mit diesem Artikel möchte ich Euch dieses Thema aus meiner Sicht ein bisschen näherbringen und vielleicht – hoffentlich? – die eventuell bestehenden Ängste davor nehmen.

Zuerst einmal ein bisschen Hintergrundwissen:

Was bedeutet „Fasten“ eigentlich?

Als Fasten wird die völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg, üblicherweise für einen oder mehrere Tage, bezeichnet. Das Wort kommt vom althochdt. fastēn, das ursprünglich bedeutet „(an den Geboten der Enthaltsamkeit) festhalten“.

Definition laut Wikipedia

Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern wird in Österreich laut Tradition gefastet. Viele nutzen diese Fastenzeit und üben den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel wie Fleisch, Fast Food oder Süßes, aber auch Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten oder Kaffee. Auch die Abstinenz von Medien wie Fernsehen, Facebook, Instagram wird immer häufiger zum Fokus der Fastenden. Wofür auch immer die Entscheidung fällt – ein Gewinn ist ein Verzicht allemal. Klingt komisch, ist aber so.

Für mich selbst bedeutet Fasten in erster Linie Verzicht auf Essen für eine bestimmte Zeit. Dies natürlich nicht so nebenbei im Alltag, sondern wirklich fokussiert bei einem Fastenurlaub (z.B. 10- bis 14-Tages-Fasten im Stift Geras – schaut mal rein: www.fasten.at). In der Gruppe fasten, sich bewegen, sich auf die wichtigen Dinge im Leben besinnen – das ist es, was einen solchen Urlaub ausmacht. Ich gehe daraus immer so gestärkt hervor, dass ich Bäume ausreißen könnte. Zum einen bin ich natürlich stolz auf meine Leistung, zum anderen ist es auch immer wieder erhebend zu erfahren, dass man auch ohne Essen funktioniert (zumindest eine kurze Zeit lang) und auch dann noch Kraft hat, sogar manchmal mehr als in „normalen“ Zeiten. Wenn man einmal diesen Schritt gewagt hat und für sich selbst den körperlichen und psychischen Benefit (auch für lange Zeit über den Urlaub hinaus – bei mir meistens einige Monate) gespürt hat, schrecken einen die Preise auch nicht mehr ab.

Ich möchte Euch auch noch die Methode des Fastens, die ich bevorzuge, etwas näher beschreiben. Es handelt sich hierbei um das Heilfasten nach Dr. Otto Buchinger. Dr. Otto Buchinger (deutscher Arzt, 1878–1966) erlebte die heilsame Wirkung des Fastens am eigenen Leib – er litt an einer schweren Arthritis und heilte sich durch mehrmaliges Fasten selbst. Er gründete daraufhin die erste Heilfastenklinik (Bodensee) und behandelte tausende Menschen äußerst erfolgreich und nachhaltig.

Beim Buchinger-Heilfasten wird mit Gemüsebrühe, Säften und Honig eine geringe Menge an Energie (200-500 kcal/Tag), Vitaminen und Mineralstoffen zugeführt. Das verringert die Belastung für den Stoffwechsel. Hinzu kommen Einläufe, die der Darmreinigung dienen sollen sowie stoffwechselunterstützende Maßnahmen (täglich körperliche Bewegung, Trockenbürsten, Leberwickel). Eine Heilfastenkur dauert üblicherweise 7-10 Tage, als Krankheitstherapie oft noch um einiges länger (bis zu 40 Tage). Zudem sollten mind. ein Vorbereitungstag mit ca. 1.000 kcal/Tag inklusive Verzicht auf Koffein, Alkohol und Nikotin sowie nach dem Fasten mindestens drei Tage zur Normalisierung des Essverhaltens eingeplant werden.

Unvorstellbar für Euch? Dann unbedingt mal ausprobieren….

Umso mehr, weil:

Heilfasten hat eine jahrtausendalte Tradition und zielt darauf ab, Körper, Geist und Seele zu reinigen. Heilfasten ist eine Form des nicht religiös motivierten Fastens und soll zumeist der „Entschlackung“ oder Regeneration des Körpers dienen. Es wird sowohl zur Gesundheitsprävention (à Autophagie) als auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet. Vorteilhafte Effekte des Heilfastens sind bei bestimmten Krankheiten, beispielsweise für das Metabolische Syndrom, chronische Entzündungen oder psychosomatische Krankheiten wissenschaftlich belegt.

Fasten als Ausgansgspunkt für eine Ernährungsumstellung

Im Rahmen einer Fastenkur setzen man sich mit dem eigenen Körper, der Gesundheit und der Ernährung auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bereiten. Über die Nachfastenzeit kann eine Ernährungsumstellung schrittweise stattfinden. Die Erfahrung zeigt, dass man sich mit einem solchen „Reboot“ des Körpers durch das Fasten und die gezwungenermaßen langsame Adaptierung an eine Normalkost danach, perfekt neu ausrichten kann.

Fasten eignet sich aber nicht als Diät und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme! Es sei denn, Ihr ändert gleichzeitig Euren Lebensstil. Wenn Ihr dabei Unterstützung möchtet oder noch mehr erfahren wollt, kontaktiert mich einfach. Ich freue mich auf Eure Nachrichten und begleite euch gerne nach dem Fasten.

Wenn ihr noch mehr zum Thema Fasten und dessen Vor- und auch Nachteile wissen möchtet, schaut mal bei diesem Artikel von Primal State vorbei. Den kann ich euch sehr ans Herz legen.

Habt Ihr die Fastenzeit genutzt? Worauf habt Ihr verzichtet? Schreibt’s mir in die Kommentare. Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

Eure


Quellen:

https://www.fasten.at/über-fasten-und-mich/fastenmethode/

https://www.fasten.at/über-fasten-und-mich/fastenmethode/

https://hallespektrum.de/nachrichten/natur-und-gesundheit/fasten-aus-medizinischer-sicht-das-heilfasten/307638/

https://www.buchinger.de/buchinger-ratgeber/

https://www.welt.de/kmpkt/article167736406/So-wirkt-sich-Fasten-auf-deine-Psyche-aus.html

https://www.welt.de/kmpkt/article167460598/Diese-Vorteile-bringt-Fasten-dir-und-deinem-Koerper.html

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